...auch wenn ich mich an dieser Stelle leider gezwungen sehe, eine für manche Menschen sehr unangenehme Wahrheit aussprechen zu müssen! Oder aussprechen zu lassen.
Das ist gut. Zumindest werden Song und Video jetzt alle, aber auch wirklich alle abfeiern. »Auf den Punkt«, »endlich sagt einer wie es ist« und so. Ich selbst mag das zwar auch, alles, vielleicht sogar sehr, habe es mir aber – ehrlich gesagt – noch nicht 100%ig zurechtironisiert, zumindest was die Kernaussage und den Kunstgriff aus-der-Perspektive-der-Downloader angeht. Warum ich mich das überhaupt Frage? Nicht nur, weil The Prodigy Deichkind doch beim von digitalen Webkunden und Marktbeobachtern (aka illegalen Fans!) besonders geliebten bekannten Major Universal unter Vertrag stehen. Siehe Abmahnwahn und Youtube und Verfügbarkeit und so. Sondern siehe: Widersprüche. Siehe: Wer das gut findet und angesprochen wird. Sondern: Indirektes Beleidigsein, weil Deichkind selbst zu jenen gehören dürften, die sich fragen, warum auf den Shows die Hölle los ist, für 2012 die größten Hallen gebucht wurden, aber keiner die Platten kauft, wie sie es verdient hätten. Eventuell. Wer weiß. Vielleicht ist alles auch ganz anders. Und wenn, wie ist es?
Vielleicht auch so schwierig für mich, weil: Glaubt doch keiner, dass jemand für die Videoschnipsel, welche hier im Clip gebraucht wurden, die Rechte freigefragt hat, oder doch? Ist das auch Ironie? Oder Kunst oder so? Und selbst wenn... aber das ist eine andere, furchtbar lange Diskussion. Fürchte ich. Die wird um diesen Track herum wahrscheinlich niemand führen (wollen). Weil: »is einfach geil«, »endlich sagt es mal jemand« – egal, ob auf den Punkt, Hauptsache laut. Wobei, und das sage ich als jemand, der nicht mal für 5 Kilobyte etwas mit P2P am Hut hat... okok, ich hör jetzt wirklich auf.
Um was geht es mir hier eigentlich? Das hier. Um diesen sehr guten Track. Den diejenigen, die darin verarscht werden, am Ende ganz besonders abfeiern werden. Und runterladen. Eventuell. Es geht um: Kunstgriffe, Ironie, Radikalität, neue Probleme und (Ab)Feierei! Und wahrscheinlich auch darum, das am Ende doch sowieso alles legal illegal scheißegal ist. Spot an:
Deichkind - »Illegale Fans« (Official Video) - Youtubedirekt
Nach einem voll radikalen »Like« gibt es auf ihrer Facebook-Seite übrigens den Song als voll legalen Download. Kostenlos, aber nicht gratis oder gar umsonst. (Wenn wir schon beim Haare spalten sind.)
Und hier dann noch die Lyrics komplett – nach dem Break:
»Acht Millionen, schieß doch, Bulle, schieß!«
Wir tanzen um den Feuerberg aus lodernden CDs
die Netzwerke sind scharfgestellt in unseren WGs
Dort fahr'n wir die Systeme hoch und wippen uns in Rage
99 Cent fürn Track verpuffen in der Blase
Die Dixie-Klos vom Hurricane schenken wir Lars Ulrich
dort kann er gerne kacken gehen, Hacker sind geduldig
keine Macht für Niemand, wir werden uns nicht stellen
ihr seid das Imperium und wir sind die Rebellen
Wir sind illegale, illegale, illegale Fans
illegale, radikale, digtale Fans
Dieses Lied ist leider nicht verfügbar in ihrem Land
Unsere Antwort kennt ihr sicher, sie heißt Widerstand
6 Milliarden Terrabyte die Leitung brennt wie nie
Das hier ist kein Klingelstreich, das ist Anarchie
Fuck Saturn und MediaMarkt, euer Kaufhaus müffelt
Wir schließen eure Tore zu und schlucken dann den Schüssel.
Ihr wollt Krieg den könnt ihr haben, wir landen die Waffen
Wir sind keine Einzeltäter, man, wir sind die Massen
Wir sind illegale, illegale, illegale Fans
Illegale, radikale, digitale Fans
Wir sind neu und haben Verstand, ihr könnt uns überhaupt nichts
Wir zerbröseln eure Strategien mit jedem Mausclick
Ihr sagt wir sind verboten, weil wir zocken, stehlen, greifen
IP-Adresse sind gefälscht, wir gehen über Leichen
Ihr sagt wir sind kriminell, doch wir sind nur die User
Im Knast saugen wir weiter, Copyrights sind was für Loser
Tupac, Kurt und Marley, der Shit ist für uns alle da
Wir sind zu viel wir sind zu nah, ihr könnt uns alle mal
Wir sind illegale, illegale, illegale Fans
Illegale, radikalen, digitale Fans
Die Türen. Mitlieblingsband.Tief, also deep, doch dabei so leicht, wie easy nur sein kann. Auch live. Vor allem live. Aber darum, um das Gesamtkunstwerk, Einzelschicksale, etwaige Problemchen in der Tonträgerherstellung oder dieserlei banale Dinge soll es hier jetzt nicht gehen. Sondern um Freizeit. Um das Grundrecht auf Meinungsäußerung, auch wenn man eigentlich gerade keine hat: eine Meinung. Und Zeit generell. Erst recht also Zeit für Meinung. Es geht vielmehr um das Allgemeinwohl einiger weniger, die aber in der Überzahl zu sein scheinen. Immer. Ständig. Überall, an ausgewählten Orten. Nicht bloß am/in Prenzlauer Berg. Und dies alles vor allem dann, wenn sie - geradezu ständig, quasi - vorführen, wie viel sie von dem haben, wovon dieses Lied handelt: Freizeit.
Aha. Es geht hier also um ein neues Video, zur neuen Single, dieser scheinbar auf ewig neuen Band. Hätte ich auch gleich sagen könne, ne? Verzeihung. Wer bis hierhin durchgehalten hat, muss jetzt zu allem Überfluss auch noch vesprechen, alles auf dieser Seite verlinkte und eingebundene Hör- und Sehmaterial ohne Umschweife zu konsumieren – und danach Mitfan zu werden. Danke.
Ihr würdet damit auch dafür sorgen sorgen, dass den Herrschaften in naher Zukunft nicht mehr viel Zeit zum Freizeit haben bleibt. (Wobei, wer ist schon Berufsmusiker heutzutage. Oder, um an dieser Stelle einen Türen-Song von früher zu zitieren: »Denn nur wer Arbeit hat, kann in den Urlaub fahren« - aus »Im Norden ist der Süden am schönsten«, ein echter Hit, Video nach dem Jump.)
Aber darum geht es ja auch überhauptgar nicht. ES GEHT UM DAS HIER FOLGENDE! Um Freizeit, um sie, die »Renter und Studenten« auch.
Die Türen - »Rentner & Studenten«; Kamera: Lucian Busse, AlienTV
Na? Gut? Ist übrigens auch eine Single (»erhältlich als limitiertes Vinyl und imitierendes MP3«), die am 25. November erscheint und folgende B-Seite beinhaltet, die tatsächlich eine A-Seite ist und zum Glück schon jetzt zum verfügungsfreien Download, äh, bereit steht:
Und wenn wir schon dabei sind, gibt es hier direkt noch zwei tolle, ältere Werke aus den Archiven:
Die Türen - »Im Norden ist der Süden am schönsten«
Die Türen - »Drinnen ist wie draußen«
P.S.: Ja, klar. Natürlich ist das der Vorbote von etwas großem. Am 10. Februar 2012 erscheint ihre neue Langspielplatte mit dem hochromantischen Titel »ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ«. (Sie brauchen nicht suchen, es ist keine Ironie, keine Auslassung, kein Fehler versteckt, sondern einfach bloß das Alphabet. Einfach bloß? Ha!
P.P.S.: Rheinland-Pfalz (auch) das hier jemand noch nicht gehört hat... do it.
Seinen Namen kann man sich nicht aussuchen. Und muss dann auch noch das ganze Leben damit... leben. Kein Problem. Denn es ist weniger eine Sache des Trainings, der Übung oder eine andere mentale Stärke notwendig. In 99% aller Fälle ist es doch bloß: "so ist das nun mal". Dennoch bleibt man sensibel. Aus 1000 Wörtern Text, in 8 Punkt Schriftgröße, springt einem der eigene Name sofort ins Gesicht. Erst recht, wenn er nicht ganz so geläufig ist. Oder vermeintlich weniger cool. Wobei... aber lassen wir das. Jedenfalls: So ges(ch)ehen heute morgen, als ich im Feed-Reeder bei Slanted die Überschrift "SandySlashUwe" gelesen habe (von denen ich mir dann auch die Bilder geborgt habe, hoffe das geht klar).
Und um was geht es? Trash natürlich, war ja klar. Auch wenn mir Thrash lieber ist, hier die Facebook-Like-Seiteninfo:
About: Trashtype Fanzine - Trucker / Haustiere / Fleischwaren
Description: SANDYSLASHUWE: Das TRASH TYPE MAGAZIN
Es gibt Schriften, die im Ruf stehen absolutes Tabu zu sein. Sie sehen schrecklich aus, sind billige Klone oder hässlicher Kitsch. Wer sie verwendet, wird geächtet und landet in der Typohölle. Das Trash-Type Magazin SANDYSLASHUWE beschäftigt sich mit diesen Schriften um über Fragestellungen wie Inhalt, Form, Sprache und Ästhetik nachzudenken. Der Titel des Magazins „SandySlashUwe“ ist Programm: Trucker, Haustiere und Fleischwaren berühren die Nervenbahnen des guten Geschmacks.
Puh. Na also. Geht doch. Anfangs noch ein wenig unwirsch, ob der erneut stereotypen "billig und hässlich"-Assoziation, bin ich dennoch sehr zufrieden. Trucker, Haustiere und Fleischwaren... das ist meine Welt!
Immer mit Mitzi auf Achse & einen Kringel Fleischwurst unterm Arm,
HDL, xoxo, Euch Uwe
P.S.:
Aus dem im Herbst 2011 erscheinenden Album "Das Ende der Beschwerde". Die erste Single daraus "Neue Idee" erscheint 26.August 2011.
Ich mag Peter Licht ja doch sehr. Seinen Tonfall, die Stimme, das auf den ersten Blick nervig-naive Unbedarfte, wobei er es dann doch mindestens mäusefäustchendick hinter den Ohren hat. Die Art wie diese eigentlich ja eher durchschnittliche Stimme dezent, aber bestimmt in Effektszene gesetzt wird. Wie er diesen Gesang dann einsetzt, das Wann und sehr oft sogar die darin enthaltenen Worte. Verrückt. Und zu allem Überfluss ist meist auch noch die dazugehörige Musik gar nicht wirklich Scheiße. Oder mindestens erträglich. Gerade dieser letzte Teil des Gesamtkunstwerks aber ist hier und jetzt, in diesem ersten Song, der das später im Jahr erscheinende Album ankündigen soll, irgendwie nur bedingt gegeben. "Da helfen auch die Möwen nicht", dachte ich zuerst. "Aber immerhin beschwingt", dachte ich dann. "Ist das die Kölner von-New Order-siegen-lernen Klee-Schule?", dann auch. "Warum schreibst du das überhaupt auf?", gleich danach. "Ach ja, weil wegen Langeweile, Lion installiert sich gerade", hinterher.
"Irgendwie aber doch toll", denke ich jetzt. Und das sogar über das Gesamtpaket. Auch den Text. Vielleicht weil am Ende dann doch das nicht kontrollier- und analysierbare Element meine Meinung manipuliert hat: ich mag seine Stimme, vollkommen gegen jeden Magichtrend in mir und auch, wenn ich ansonsten wegrennen könnte, bei all dem furchtbaren Gefühlsrockpop der sonst noch so aus den Proberäumen dieses Landes heraus das Licht der Welt erblicken darf. Fast schnurzpiepegal, wie viel Altbekannt in "Neue Idee" steckt. Hauptsache, Licht.
Locas In Love - An Den Falschen Orten bei Vimeo
Extrem guter Song samt prima Video der Band Locas In Love aus Köln. Auch das Album "Lemming" gefällt und wird all jenen zusagen, die das Kraut, die Kauzigkeit und den Krach zeitlgleich mit dem Popanzpop, der Permutation essenzieller Indiezutaten und irgendwieanderesmitP wollen. Oder einfach eine so im deutschsprachigen Raum nur selten dermaßen gekonnt zu hörende Annäherung an die Selbstverständlichkeit mit der dieses "Indie" heutzutage auch präsentiert werden kann. Ohne jetzt Arcade Fire sagen zu wollen, das führt inhaltlich dann doch auf eine knapp-daneben-falsche Fährte, aber träfe in etwa zu.
Hier noch ein weiteres Stück im Dienste der Überzeugungsarbeit.
Auch wenn man denkt zu diesem Thema schon alles 1000mal gehört zu haben, es schadet nicht zu lesen, was Tim Renner hier schreibt: Ein erneutes Bewerbungsschreiben zur noch unausgeschriebenen Stelle als Sprengmeister (im Motorblog).
Wer in erster Linie die alten Werke schützen will, kann kein Interesse daran haben, bezüglich neuer Technologien irgendwelche Experimente einzugehen. Stattdessen muss man dafür sorgen, dass alte Vergütungsformen möglichst lange erhalten bleiben. Wer sein Werk aber erstmal etablieren muss, ist darauf angewiesen, sowohl kommuniziert, als auch vergütet zu werden. Bedauerlicherweise hat der Newcomer innerhalb der GEMA aber keine Stimme. Um den Verein mit lenken zu können, muss man Umsätze haben, die einen zum Vollmitglied machen. Dazu sind aber Einigungen und Vergütungen durch Spotify und Co unumgänglich. Das Problem liegt in der Grundkonstruktion, die auf Erhalt aber nicht Erneuerung hin optimiert ist. Nicht die GEMA als solche ist schlecht, sondern die Strukturen zu verfestigt, als dass sie ohne Außenwirkung an die realen Herausforderungen anpassbar wären.
Audiolith und Staatsakt fusionieren. Gemeint sind die beiden derzeit mitchefmäßigsten, inhabergeführten Schallplattenveröffentlichungsunternehmungen der jüngeren Vergangenheitszukunft dieses Landes. Der erste Streich ist das neue Album der Mediengruppe Telekommander. Welches leider ausgerechnet auch ihr letztes sein wird. Alles nachzulesen hier (oder nach dem Break). Und anzuhören im Player (inkl. Free Download und Patric Catani Mix).
MediengruppeTelekommander - Deine Schule
01. Die beiden Labels Audiolith (Hamburg) und Staatsakt (Berlin) fusionieren. Die neue Marke heißt AUDIOAKT.
Über diesen Kanal werden künftig diverse Satelliten in den Musikorbit geschossen. Die Labels bleiben vorerst beide einzeln bestehen und es entsteht mit AUDIOAKT quasi ein dritter, neuer Superbrand. Langfristig ist eine Elefantenhochzeit, also die endgültige Fusion der beiden erfolgreichen Indiependent-Labels nicht ausgeschlossen. Gegenseitig wird sich aber erstmal beschnuppert und über den Kanal AUDIOAKT fliegen ein paar Veröffentlichungen raus. "Am besten Testen", hiess es schon in den guten alten Achtzigern auf dem Duplo-Klebebild Nummer 23...
02. Die erste gemeinsame Veröffentlichung, also die erste Veröffentlichung auf AUDIOAKT - Katalognummer 001 - ist eine schöne wie traurige Herzens-Angelegenheit gleichermaßen:
Die gestandene Electrorock-Band MEDIENGRUPPE TELEKOMMANDER veröffentlicht mit "DIE ELTITE DER NÄCHSTENLIEBE" Ihr viertes und gleichzeitig auch auch letztes Album. Nach fast 10 Jahren Abfeiern im Segment "Rave against the Maschine" haben sich Flo und Gerald überlegt im Jahre 2012 eine Hühnerzuchtfarm in der Kaschubei zu übernehmen. Sie folgen also den Spuren von Günther Krass und werden vermutlich mit einem Roman-to-go im Jahre 2015 ein fulminantes Comeback als Autorenduo an den Poptheatern dieser Welt feieren...
Der Plan.
Am 19.08. erscheint das neue Album als VINYL-ONLY-PRELISTENING Version LIMITIERT in einer Auflage von 666 Stück. Wir wollen damit den von uns geliebten SCHALLPLATTEN FACHHANDEL bevorteilen bevor dann am 23.09. die AMAZONEN dieser Welt das CD und Online-Produkt verkaufen sollen, erweitert um allerhand Bonusmaterial aus der MTK-Schatztruhe.
DIE ELITE DER NÄCHSTENLIEBE.
Die "Die Elite der Nächstenliebe" Tour: So 02.10.11 München (Rage against Abschiebung)
Do 13.10.11 Hannover (Cafe Glocksee)
Fr 14.10.11 Rostock (Stubnitz)
Sa 15.10.11 Leipzig (Werk2)
So 16.10.11 Jena (Rosenkeller)
Mo 17.10.11 Würzburg (Cafe Cairo)
Di 18.10.11 Bayreuth (Glashaus)
Mi 19.10.11 Nürnberg (Stereo)
Do 20.10.11 Wiesbaden (Schlachthof)
Fr 21.10.11 Saarbrücken (Garage)
Sa 22.10.11 Freiburg (Atlantik)
Mo 24.10.11 Augsburg (Schwarzes Schaf)
Di 25.10.11 Heidelberg (Häll)
Mi 26.10.11 Trier (Grüne Rackete)
Do 27.10.11 Köln (Gebäude 9)
Fr 28.10.11 Essen (tba)
Sa 29.10.11 Hamburg (Hafenklang)
Mit elitären Grüßen,
für Audioakt, Hamberlin im Juni 2012.
Lars Lewerenz und Maurice Summen
Als kleiner Nachtrag zu diesem Posting ("I predict a riot") hier das neue offizielle Video zu "Kimba", dem großartigen Supersong von Retro Stefson. Die Isländer haben mittlerweile mit Vertigo/Universal auch ein international arbeitendes Label gefunden. Das Album "Kimbabwe" erscheint europaweit am 06. Mai 2001. Glückwunsch an alle Beteiligten.
"Dieser Verteidigungsminister enthält Copyrightsprobleme. Er ist in deinem Land nicht verfügbar."
Schade, dass ich so schlecht in Photoshop bin. Unfassbar, wie schamlos Guttenberg selbst bei seinem Rücktritt ist.
Seit kurzer Zeit besitze ich eine vernünftige Foto/Video-Kamera. Nicht, dass ich jemals eine auch nur halbwegs ordentliche gehabt hätte. Macht aber Sinn. Ein vernünftiger Technikfuhrpark des freiberuflichen Allround-Jobbers jedenfalls ist ja nicht ganz unwichtig. Außerdem hab ich Lust auf Bilder. Großes Lust. Aber das ist eigentlich nebensächlich. Um was es hier geht: mein erster Gehversuch in Bewegtbild.
Es war Samstagmittag. Leicht angespannt ob des anstehenden Spiels FC gegen FCB (kann ja keiner ahnen was das für ein Fest werden sollte), blickte ich aus dem Wohnzimmerfenster und sah diesen armen, kleinen, bunten Drachen, gefangen in einem Baum, gegeiselt vom Wind, der doch eigentlich sein bester Freund sein sollte. Kamera gezückt, 1:14 Minuten vom Balkon gefilmt, 35 Sekunden unter dem Baum stehend. Und jetzt? Sonntagnachmittag dann packte mich der Ehrgeiz. iMovie angeworfen und Filmchen importiert, angefangen rumzuspielen. Ich habe das Programm zwar schon ab und an mal benutzt, aber nie aus schnittechnischer Sicht, eher als Mittel zum redaktionellen Zweck.
Wie auch immer: es machte Spaß und ist erstaunlich, was man - ohne wirklich Ahnung zu haben - in 2-3 Stunden damit machen kann. Aus gerade mal zwei Minütchen Film, von denen sicher 50% total verwackelt waren. Das Ergebnis jedenfalls ist...
Poor Little Kite (Vimeo/Youtube)
OK, vielleicht ist das kein Meisterwerk, aber hey: ein Anfang. Schön mit den doofen Effekten rumgespielt, selbst für bloße Sekündchen den richtigen Schnipsel für den Moment im Song gesucht und vor allem ewig (also 60 Minuten oder so) an einer Dramturgie für den Schnitt zur Musik gearbeitet. Was echt Spaß machte. Und als mir dann tatsächlich der Stoff für Bilder ausging, noch bevor der Refrain kam, wurde der großartige Song von Broken Social Scene gleich mit bearbeiten - was dann in bis zu vier Audio-Spuren gleichzeitg ausartete (was man kaum hört), inklusive Bildermayhem. Was für ein mieses Stilmittel. Aber der Spaß heiligt die Mittel. Auch wenn ich sowas wie Color Correction oder das angleichen der Hintergrundgeräusche schlichtweg vergessen habe.
Wie auch immer: Eigentlich wollte ich ja bloß, dass dieser erste Gehversuch nicht einfach so in der hinterletzten Ecke des Bewegtbild-Internets verschimmelt und bin ein bisschen zufrieden mit diesem gefühldusseligen Stück Minimusikvideokurzfilm. Einfach so.
Was für ein Zufall. Da habe ich heute zum ersten Mal das Debütalbum dieser Berliner Band komplett am Stück angehört, über die ja angeblich ständig und überall gesprochen wird in der Hauptstadt, und schwups erreichte mich nachmittags auch gleich eine Mail mit dem Link zu ihrem neuen Video. Gute Platte übrigens, sie hätte Rocco Clein gefallen, an den ich die ganze Zeit denken musste, während "Wild For Adventure" von Chuckamuck lief.
Promo-CD plus PromozineErst Anfang der Woche jährte sich sein Todestag erneut. Aber es war gar nicht so sehr Traurigkeit, die mich übermannte, eher ein Dauergrinsen, wie es Rocco gerne mal aufsetzte, wenn er seine Lieblingsmusik hörte: Rock'n Roll, am liebsten direkt aus der Garage. Er hätte es, da bin ich mir sicher, zu 100% gehabt, dieses glückselige Lächeln, dieses kindliche Insichreinfreuen, wenn man ihm diese Platte in die Hand gedrückt und ihm die jungen, waschechten Berliner am besten gleich auch noch vorgestellt hätte. Sie hätten dann um die Wette geraucht, er väterlich von einem Früher erzählt, das in den besten Momenten des Lebens für ihn sein Heute war, aber auch darüber, dass dieses Früher auch gar so nicht wichtig sei, hauptsache man rette diese Freude im Jetzt über das Früher auch ins Morgen - könnt ihr mir folgen? Wie auch immer: am Ende, also 1bis 7 bis 17 Bier später, hätten sich alle in den Armen gelegen und sich gegenseitig gefragt, warum nochmal nicht unentscheidende Teile der Meinung verstärkenden Welt auf solche Flachpfeifen wie Pete Doherty standen, stehen oder noch schlimmer: mit ihnen rumgeknutscht haben.
Doch das tut hier eigentlich nichts zur Sache. Schließlich geht es um Mars Mandel und nicht Kate Moss. Und das anfangs angesprochene Video.
Was ich zum Videoclip selbst - ein eigentlich recht langweiliges, aber sicher kosteneffizientes Unterhaltungswerk auf eher zweckdienlichem Niveau noch bemerken möchte, ist: schaut euch auf der entsprechenden Youtube-Seite mal die Tags an, mit denen das Label den Clip versehen hat. Damit ist alles gesagt (im Guten!), wenngleich sich viele Fragen aufdrängen, die ich auch nicht beantworten kann und will. Dummerweise aber bis auf wenige Ausnahmen alles Schlagwörter, die wie aus Versehen auch hier in diesem Text untergekommen sind. Verdammt. Macht euch sicherheitshalber aber bitte auch nochmal selbst auf die Suche nach dem großen Zusammenhang, spätestens ab 18. März beim Plattenhändler des Vertrauens. Es soll am Ende euer Schaden nicht sein. Ach ja, die Tags sind:
Chuckamuck - Wild for adventure - staatsakt - powerpop - kindercountry - powerline - rock and roll - ostsee - urlaub - schokolade - mars mandel - bier - zigaretten - autofahren - zugfahren - berlin - hamburg - london - new
P.S.: Über alles Andere, die Verortung der Jungs zwischen Mitte und Mauer, Galerie Berlin-Tokyo- und Geniale Dilletanten-Retr(otr)äumereien, Spätgeborenen und Dazugezogenen, Beat und Punk, Eis am Stiel und gekühlter Bommerlunder, entwaffnende Banalitäten und komplexe Imagesorgen, Schlager und Grundschludrigkeiten, Psychedelic und Surf, Mars Mandel und Kinder Country, DIY und WYSIWYG ... über all das, und noch viel mehr, werden die Menschen da draußen mit Sicherheit zu berichten wissen, wenn sie nicht ganz auf den muasikalischen Storykopf gefallen sind. Und zweitens: Wie unglaublich beständig ist eigentlich Staatsakt in letzter Zeit (Monate, Jahre)!? Respekt.
Oh nein. Rivva ist abgeschaltet.
Kaum eine deutsche Website besuche ich so regelmäßig, abseits von - peinlich genug - spiegel.de und - noch peinlicher - den jeweiligen Vereinsnews-Seiten, die sich mit den beiden von mir favorisierten FCs beschäftigen, und zwar beim Kölner Express und der Hamburger Morgenpost (die zu Verlinken ich mir vor lauter Scham spare). Das jedenfalls sagt mir die Browserstatistik. Doch jetzt nimmt sich Rivva, in Person von Frank Westphal, eine Auszeit und ist "vl. am 3.3, zurück". Was immer das heißen mag.
Wollen wir hoffen, dass sich hier nur jemand wirklich ein wenig ausruhen möchte - oder feiern lassen. Beides geht voll ok. Nur sterben darf der großartige Newsaggregator nicht, selbst wenn ich nie 100prozentig verstanden habe, nach welchem System genau die Quellen ausgewählt und ausgwertet werden, und deshalb doch meist die ewig gleichen üblich Verdächtigen den immer üblich ähnlichen Stoff vor allem in den nicht die Netzwelt betreffenden Rubriken (Kultur und so) bestimmen konnten. Was Musik angeht war es besonders schlimm, dort hatten manch Langeweiler-Blogs und cool spielende Profi-Hypeverbreiter quasi ein Monopol, aber nur selten bis nie substanzielle Meinungen zu bieten, sondern "hübsch aufgelinkte" Servicedienstleistungen. Aber das ist ein anderes Thema.
Wer dieses sinnlose Jammerposting ob der persönlichen Enttäuschung Überraschung bis hierhin gelesen hat und so gar nicht weiß, was Rivva denn eigentlich ist: "Über Rivva" ist noch erreichbar. Der Kern der Seite aber nicht. Egal. Warten wir eben auf den 03.03.2011. Was bleibt uns anderes übrig?
Und wer ist überhaupt "uns"?
Christian Ihle von "Monarchie und Alltag", das taz-Popblog, bat mich letztens an der allseits beliebten Reihe "I predict a riot" teilzunehmen. Bestandteil der Serie ist, eine illustre Schar an Gastautoren Künstler vorstellen zu lassen, die in diesem Jahr ihrer Meinung nach für Furore sorgen werden. Oder einfach nur besonders sind. Ich war einer davon. Ausgesucht habe ich mir Retro Stefson, mit Sicherheit die Band, die mich 2010 von allem jungen Gemüse da draußen am meisten überrascht hat und begeistern konnte. (Zusammen mit Sizarr natürlich.)
Hier der Text, wie er im Popblog veröffentlicht wurde, zwei großartige Videos und zwei Links dahin, wo man "Kimbabwe" im Netz anhören kann.
Das Intro von „Kimbabwe“, dem aktuellen Album von Retro Stefson, erinnert stark an den Beginn von „The Ides Of March“ vom 81er Iron-Maiden-Klassiker „Killers“. Was wirklich stimmt, aber auch auf die komplett falsche Fährte führt. Wie so viele andere Momente im Stilmix dieser blutjungen Band aus Island: Paul-Simon-Zitate; Vampire-Weekend-Paul-Simon-Zitat-Zitate; Rhythmen und Akkordfolgen also, die von Weißbroten gerne auch mal kollektiv unter Weltmusik subsummiert werden; hier ein kleines 8Bit-Elektro-Zwischenspiel, wie es Chilly Gonzales in seinen Teenager-Jahren auch gebastelt hätte; dort ein wenig 80er Rockpop – was für ein Unbegriff, ich weiß; großäugiger Funk; schön-schamlose Disco Licks; karibisches Orgelmarimba-Hüftkreisen, HipHop-Versatzbeats; Soul-Schwebeteilchen; Talking-Heads-Tricks; überraschende Breaks… eine insgesamt so dermaßen verspielte Unbekümmertheit, die all dem Bandsein mit selbstbewusster Leichtigkeit den Oberbegriff Dance zur Seite stellt, wie man dies so seit dem Debüt von Phoenix im Gesamtkontext unbekümmerter Pop nicht mehr gehört hat. Auf jeden Fall zu selten. Oder anders: das Album ist… Killer.
Bislang singen Retro Stefson zwar auch mal auf Englisch und in einer Art Geheimsprache, das erzählt man sich jedenfalls (Hallo Sigur Rós!), aber grundsätzlich vor allem isländisch, gemischt mit französisch und portugiesisch, wenn ich da einigermaßen richtig liege. Was der Sozialisation des Bruderpaars Stefánsson geschuldet sein dürfte: in Portugal geboren und aufgewachsen als Kinder einer angolanischen Mutter und eines Isländers. Nachzuhören auf dem wunderbaren „Mama Angola“, eines ihrer besten Stücke. Wobei der Song, welcher seit Monaten im Netz zurecht seine Kreise zieht und die Band wohl auch dank des hinreißenden Videos berühmt gemacht hat, ganz klar „Kimba“ ist. Auch ein irrer Hit. Dementsprechend sind, so munkelt man, internationale Labeldeals kurz vor unterschrieben, womit hoffentlich auch eine reguläre Veröffentlichung von „Kimbabwe“ (alleine der Titel!) hierzulande anstehen dürfte. Wie schön.
„Who could have guessed that the best cocktail of European, South-American, African and North-American music would come out of an island in the North-Atlantic?“, fragt das isländische Musikexport-Büro. Eigentlich jede/r, sind wir alle doch längst einiges an musikalischen Überraschungen vom Inselstaat gewöhnt. Dass Retro Stefson trotzdem so über die Maßen erstaunen, verdeutlicht da eigentlich nur, wie bemerkenswert diese Band tatsächlich ist.
Video zu "Kimba"
Straßenkonzert-Video zu "Mama Angola"
Heute Abend geben The Notwist endlich ihr Nachholkonzert für den im Dezember ausgefallenenen Auftritt im Rahmen der der 20 Jahre City Slang-Feierlichkeiten. Allerdings spielen sie nicht irgendeine Setlist, sondern das komplette 2002er Album "Neon Golden". Es braucht keinen druchaus fanbefangenen Menschen wie mich, der heute Abend immerhin sein 107. Konzert der Band sehen wird (ohne, dass ich jemals eine Tour oder sowas begleitet hättet, aber das ist eine andere Geschichte), um mit gutem Gewissen zu behaupten, dass "Neon Golden" mit Sicherheit nicht nur die beste Platte des ersten Jahrzehnts dieses Jahrtausends war, sondern mit Sicherheit auch die wichtigste – mindestens hier in Dland und wenigstens im Spannungsfeld Indie/Elektronik/Pop.
Was wir hier sehen ist das EPK zum Album. Extrahiert aus der Dokumentation "On/Off The Record" von Jörg Adolph, der für 3Sat produziert im Jahre 2006 auch als DVD erschienen ist. Wem das zu dokumäßig ist sei gesagt, dass ab ca. Minute 12:55 noch das wundervolle Video zu Pilot als Teil des Clips zu sehen ist. Toll. Wie alles und jeder Song auf diesem Album.
Als Bonus hier dann gleich noch den anderen Hit des Albums: "Pick Up Phone".
Beim Spiel 1. FC Kaiserslautern gegen den 1. FC Köln gab es heute in der 39. Minute eine für viele Zuschauer mehr als nur umstrittene Rote Karte gegen Srdjan Lakic (Stürmer des 1.FC Kaiserslautern). Zuvor fällt dieser nach einem harmlosen Kopfballduell im Strafraum und verlangt sogleich nach einem Elfmeter, was Christian Eicher (Abwehrspieler des 1. FC Köln) dazu bewegt, dem am Boden sitzenden Stürmer ein paar warme Worte des Widerspruchs zu entgegnen. Nicht so begeistert steht Lakic auf und greift, nicht schlägt!, Eichner ganz leicht ins Gesicht, der - danke dafür, das kennt man anders - nach hinten ausweicht. Ein Wortgefecht folgt, so ist das nun mal. Genauso wie die überraschende Rote Karte für Lakic – und Gelb für Eichner. Eine umstrittene Entscheidung, keine Frage. Wahrscheinlich sogar ein schlechter Witz. Gelb/Gelb wäre mit Sicherheit richtig gewesen. Auch wenn es für die Schiedsrichter wirklich schwer gewesen sein dürfte, die Härte der Berührung Hand/Gesicht aus der Ferne zu bewerten. Denn ein wenig ist das natürlich auch dumm von Lakic. Aber darum soll er hier nicht gehen. Auch nicht darum, ob all dies eventuell ja eine Art Karma-Ausgleich für den Platzverweis von Mohamad aus dem Hinspiel war? Denn das sind völlig andere Geschichten. Genauso wie der eigentliche Ausgang des Spiels, nämlich 1:1.
Wirklich bemerkenswert ist das Interview, welches LIGAtotal nach dem Spiel mit Christian Eichner geführt hat.
REPORTER: Es gab gegen Ende der ersten Halbzeit eine Situation, an der sie auch beteiligt waren, mit Srdjan Lakic. Was hat sich zugetragen und waren sie hinterher überrascht, dass es Rot gab, für Lakic?
CHRISTIAN EICHNER: Es kam eine Flanke von rechts, glaube ich, und Lakic lag auf einmal auf dem Boden und hat einen Elfmeter gefordert. Das ist sein gutes Recht. Mein gutes Recht ist auch, ihm dann zu sagen, dass er das nicht machen soll. Dann kam irgendwas in meine Richtung. Ich bin aber stehen geblieben, weil sich das nicht gehört, sich dann hinzuschmeißen, aus irgendwelchen theatralischen Gründen. Da hat der Schiedsrichter mir Gelb gegeben und dem Herrn Lakic Rot. Mehr gibt es zu dieser Szene nicht zu sagen, nach dem Spiel, für mich.
REPORTER: Hat er sie berührt, oder nicht?
CHRISTIAN EICHNER: Ich bin der Meinung, dass ich seine Hand in meinem Gesicht hatte. Aber nicht, dass er mich geschlagen hat, sondern… vielleicht hat er mich auch nur gestreichelt. Man hat ja auch gesehen, dass ich nicht umgefallen bin. Das ich jetzt schlussendlich schuld sein soll, dass er Rot bekommen hat, also den Schuh zieh' ich mir nicht an.
REPORTER: Haben sie nicht kurzzeitig überlegt zum Schiedsrichter hin zu gehen und die Situation Pro Lakic aufzulösen – oder wenn es jetzt zu einer Verhandlung kommt, dass Sie vielleicht für ihn aussagen, dass er sie nur gestreichelt und nicht geschlagen hat?
CHRISTIAN EICHNER: Ach, ich glaube, wer mich kennt, der hat vielleicht noch die Geschichte mit Diego vor zwei, drei Jahren im Kopf, da hab ich mich nach dem Spiel auch hingestellt und hab Diego in Schutz genommen, und genauso habe ich gerade bei den Kollegen schon gesagt, das gehört zum Fußball dazu, das sind die Emotionen, dafür steht auch der Betzenberg, dafür steht auch der 1.FC Kaiserlautern, und nach dem Spiel sollte man sich die Hand schütteln, und dann soll der Herr Lakic nächste Woche wieder auflaufen dürfen.
Es folgen noch zwei nebensächliche Sätze zum Spiel. Es bleibt ein bemerkenswertes Interview des Herrn Eichner. Danke dafür.
Ich jedenfalls – so sehr kann ich Kaiserslautern gar nicht nicht gut finden, was durchaus so ist, haha – möchte auch, dass der Herr Lakic nächste Woche wieder aufläuft. Und der Herr Eichner sowieso.
Was Sie hier sehen: einen Screenshot des neuen Videos von Wir sind Helden bzw der dazugehörigen Youtube-Seite. Heute frisch in den Account "columbiaberlin" aka Sony Music Entertainment Germany (GmbH, so viel Zeit muss sein) geladen. Warum ich den Screenshot überhaupt anfertigen konnte? Ich habe ein "OpenVPN based privacy and security tool, used to encrypt your web browsing when at public hotspots and to circumvent web filters" benutzt (konkret: HotspotShield). Denn anders ist das Machwerk, hochgeladen von einem deutschen Account, der deutschen Plattenfirma, in Deutschland, einer deutsch singenden Band aus, jaha, Deutschland auch noch... in diesem Land eben nicht verfügbar. Das Land war nochmal? Deutschland.
Klar, das ist alles nicht neu, aber immer wieder aufs Neue unglaublich. Wie schmerzbefreit kann man sein? Immerhin, wird man sich beim Label denken, können so also Au Pair-Mädchen in Paris oder deutsche Austauschschüler in Guatamela dieses Video zur musikalischen Langeweile genießen. Anstelle der Plattenfirma aber würde ich doch freiwillig darauf verzichten, statt sich (quasi) auf dem Rücken auch dieser (eigentlich natürlich arg egalen) Band mal wieder lächerlich zu machen. Kurz: Liebe Verantwortlichen, Guten Tag!
(via)
Read it later - once the ugly cousin of Instapaper - is now called POCKET. And it totally rocks, making me want to dumb my Instapaper account. Wait: I’m already sold! Love it. (Despite this stupid video.)
The true story of the meteoric rise and fall of Steve Hershon, Hollywood’s go to hand insert model.
Directed by Ryan Palmieri.
Children Medieval Band - »Sonne« (Rammstein Cover)
Kind of scary, kind of great. (via Christian T. on FB)
This is more than just an old song. This is more than just a test. It’s a new Spotify feature.
Animated Sheet Music: “Giant Steps” by John Coltrane
Update: Yes, these changes.
And this video is incredible.
Amazing-ace.
Maximo Park - »The National Health«
Not that bad. Just have a look at the Soundcloud waveform in the player above and you know, that you can expect some high energy, straightforward teaser song - for the album with the exact same title coming in June. But don’t you expect any surprises here. It’s all about the MP signature sound.
For sure the best funniest most interesting amusing site I was stumbling upon today. Self explaining. Have fun. At least for 10-15 seconds. (via)
Sigur Rós - »ekki múkk« (new song)
Taken from the forthcoming Sigur Rós album, »Valtari«, released May 28th (May 29th in north america). More information (pre-order available soon).
Want!
Galileo is a neat robotic gadget capable of rotating your iPhone 360 degrees—with you in control on another iOS device.
It rocks a tripod mount, too.
We’re thinking: time lapse phoneography, kick-ass iPhone vids, and perfect 360-degree panoramic pics.
We dig it.
Galileo: Sweet iOS-controlled iPhone Gadget That Moves Spherically
Here is the Kickstarter video:
Ich wollte dies hier zuerst bloß auf Facebook verlinken. Dann wurde der Kommentar dazu etwas länger. Aber nicht lange und inhaltlich genug für einen Blogbeitrag. Also auf Facebook öffentlich posten? Nein. Nervt. Aber ein echter Beitrag zur Diskussion ist es auch nicht. Wieso dann also doch ins Blog? Als ich mir den Wortgehalt der Beiträge hier im Schnitt so angeschaut habe musste ich feststellen: das ist ja quasi ein Roman. Konsequenz: wieso nicht zweimal posten. Was für eine merkwürdige Enscheidungsgrundlage. Haha. Aber egal. Was ich eigentlich sagen will, ist:
Ich habe mich die letzten Tage in der “Sache Regener” zurückgehalten. Um erstmal durchzuatmen. Der Drang nach Beißreflex war zu groß, auch mein Unverständnis für das bedingungslose, ultra-wertkonservative Abnicken all überall. Noch größer als das dezente Amüsement darüber, wie weit man es bringt, wenn man einfach nur laut genug Scheiße sagt. Ganz gleich wie stimmig der Inhalt ist. Oder eben nicht. Oder dass auch Regener selbst eine ziemlich große Menge Leute und digitale Sachdingenskirchens über einen Kamm anpinkelt.
Gleichzeitig war da aber auch Verständnis. Natürlich. NIcht nur für die Methodik.
Das Einzige was wirklich blieb jedoch war die Erkenntnis: Auch wenn man gerne hätte, dass alles so bleibt wie es früher einmal war, es bleibt am Ende alles anders, nicht nur je nachdem wen man fragt. Und außerdem bleibt es vor allem schwierig, ganz gleich wer antwortet. Nur pinkeln: stinkt immer.
Wie gut, dass es Johnny Haeusler von Spreeblick gibt, der zwar auch keine ultimativen Antworten liefern kann, aber sachlichstmöglich aufgeschrieben hat, was man besser kaum sagen könnte (siehe Link da oben oder eben hier). Eine Art Rundumberuhigungspille, ohne einlullend in die ein oder andere Richtung wirken zu wollen. Ein Rettungsanker, bevor sich alle in den hohen Wellen der eigenen Meinungsfront verlieren. Bleibt die Frage: Wer gibt wann und wo dann demnächst wieder den Startschuss für eine echte Debatte, damit das Meer der Meinungen nicht auf ewig bedrohlich aufgetürmt und (zwei)geteilt bleibt? Nominiert ihr gerne Gorny & Co, die Piraten & Co oder irgendeinen “Wildpinkler”. Ich nominiere Johnny.
The revolution of the records create drawings that serve as a markers of temporality. The drawings also speak to the idea of the editionable print through their ability to be replicated using domestic materials.By Robert Howsare.
…so wie es die Affen tun.
Natürlich hat mich ein Youtube-Video darauf gebracht. Es gibt sicher hunderte. Egal. Ich will eigentlich nichts nachmachen… aber ich musste das hier tun. Die Menschen verlangten danach. Außerdem hat diese Entdeckung mich und meine Sicht auf die Welt der Bananen verändert. Ein Erklärbärvideo von Erkläraffen. Viel Spaß.
Now there’s a new app for making kick ass playlists; it’s called Filtr and it helps you generate playlists in a new and more personal way. Try it out for yourself in Spotify’s App Finder!
… or directly via this link. Made by Sony Music Sweden. (via Matthias L. on FB)
Play a Space Invaders clone browser game called »Spaceship Pilot« using your iPhone
Wow. Didn’t know this is possible - that easy. Go check out the magic. It’s a tech demo with NodeJS, accelerometer, HTML5 with simple instructions:
Go to http://www.webdigi.co.uk/fun/space
Scan the QR code with your iPhone/iPad or type the full URL address under the QR code into your iOS device browser window.
Once your iOS device connects with the server your game will load in this browser window. To play simply hold your iPhone or iPad in portrait mode and tilt the device left and right to control the space ship. Have fun!
(via)
A series of informative posters detailing how some of the most notable drum sequences were programmed using the Roland TR-808 Drum Machine. Each sequence has been analyzed and represented as to allow users to re-programme each sequence, key for key.
By Rob Ricketts. Via das_kfmw.
If I would be the iphone-case-type-of-guy, I’d try this one. Using a very special evil speech, of course. Actually I’m worse: the infantile-type-of-boy, already using this to probably compensate, though having a god that rides a skateboard, never being good enough to ride one by myself - aka the two-wheels-type-of-boyguy. Anyways: go get it while it’s hot.
Shapeways & SoundCloud introduce to you: The Vibe
The Vibe lets you turn your favorite SoundCloud sound into a 3D-printed iPhone case.
Want to touch the first sound you ever created? Want to carry your child’s first words around with you every day? No matter which sound you care about most, The Vibe by Shapeways lets you keep it in your pocket *and* protect your iPhone at the same time. Pretty rad.
Create your own here: